Reise vom 12.09.09

Punkt acht Uhr fährt Herr Hess mit seinem Car von der Post Rafz in Richtung unteres Rafzerfeld. In Wil sowie Hüntwangen steigen noch weitere Mitglieder von uns zu. Insgesamt 27 gut gelaunte SängerInnen sind gespannt auf den bevorstehenden Ausflug ins Toggenburg, der von Regina Schweizer organisiert ist.

Zunächst geht die Fahrt über Winterthur, Wil (SG), der Thur entlang hinauf nach Alt. St. Johann. Dort besteigen wir die Gondel-/Sesselbahn, die uns auf die Alp Sellamatt bringt. Im Restaurant geniessen wir einen heissen Kaffee und dazu einen feinen Buttergipfel. Gespannt beobachten einige den Verlauf des Wetters. Es hat Nebel, wie voraus gesagt, der sich nun langsam auflöst und wir sehen bereits ins Tal hinunter und über dem Nebelzug an die andere Talseite zum Säntis. Gegen halb elf Uhr nehmen wir die stündige Wanderung auf dem Klangweg zum Iltios unter die Füsse. Das erste Instrument steht ja schon vor dem Restaurant Sellamatt.  Die Melodiegampfi ist bereits von Kindern in Betrieb genommen, so dass wir nur noch den schönen Klängen dieses Xylophons zuhören und die Idee bestaunen. Auf dem weiteren Wegverlauf treffen wir noch etliche geniale Klanginstrumente an, z. B. der melodiöse Flipperkasten  oder die Glockenbühne.  Was auch nicht fehlen darf, ein Gesang unter-wegs. Anita und Walter probieren es sogleich in luftiger Höhe aus; auf einem Felsbrocken. Der Rest der Gruppe stimmt unverzüglich mit ein. Es tönt wunderbar über die schöne Alplandschaft. Und wie meistens, wenn einer eine Reise tut, dann ist er selten allein. Wir treffen nicht nur andere Wandergruppen an, sondern werden von weidenden Vierbeinern begrüsst, die anscheinend den Kontakt mit uns angehend suchen. Sie weichen nicht so schnell von der Strasse, so dass es zu einem kleineren Stau kommt. Auf dem weiteren Weg gelangen wir zum Flötenzaun. Der Zaun besteht aus zwölf chromatisch gestimmten Obertonflöten. Beim Reinsingen entstehen Zwischenklänge. Ueli und Sämi probieren sogleich ein Duett; Na ich bin da zwar nicht ganz so sicher! Auf jeden Fall kommt das innere Kind zum Zuge und es wird eifrig probiert. Gegen halb zwölf Uhr erreichen wir das Restaurant Iltios. Der grössere Teil der Gruppe nimmt auf der Terrasse Platz und ein kleines Grüppchen will noch die Klangmühle besichtigen. Mit ihren 160 Saiten lässt sie beim Drehen schöne Obertöne erklingen. Diese werden von einer Wandergruppe nachgesungen, von aussen könnte man meinen, es gäbe hier ein singendes Alphüttli. Nach dem Mittagessen und Kaffe geht es mit der Standseilbahn talwärts.

In Unterwasser wartet unser Car, der uns nach Wildhaus fährt. Dort besichtigen wir das Geburtshaus von Huldrych Zwingli. Es ist ein Bätschenhaus aus dem 14./15. Jh. Im Stübli erzählt uns die Museumsführerin aus dem Leben Zwinglis, den verschiedenen Stationen Weesen, Basel, Bern, Einsiedeln, Wien und dem Wirken des 1484 geborenen in seinem Amt in Zürich zur Zeit der Reformation. Danach heisst es Abschied nehmen und unser Chauffeur nimmt mit uns die Heimfahrt unter die Räder. Diese führt uns über den Ricken, mit Dessert-Halt auf der Höhe im Restaurant Bilderhus, wo wir trotz bedeckten Himmels prächtige Aussicht auf den Obersee geniessen. Weiter geht es auf aussichtsreichen Ne-benstrassen vom St. Gallerland ins Zürcher-Oberland bis zum Autobahnanschluss in Aathal. Im Unterland angekommen, heisst es in umgekehrter Reihenfolge sich zu verabschieden und auszusteigen.

Es war ein gelungener Ausflug und herzlichen Dank dir Regina für die gute Organisation.

Für den Kirchenchor

Theres Neukom

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Reisebericht als PDF mit vielen Bildern

Erstellt am 13.10.2009